Themen / Sound-Design-Innovationen in der Medizintechnik

Tagtäglich sind das medizinische Personal aber auch die Patienten einer Vielzahl von akustischen Reizen ausgesetzt. Diesen Reizen kann sich der Mensch schwer entziehen und stellt daher einen wichtiger psychologischer Parameter für das medizinische Umfeld dar. Eine typische »medizinische Geräuschkulisse« setzt sich aus den personalbedingten Arbeitsgeräuschen (Konversationen, Arbeitsgeräusche, etc), den Betriebsgeräuschen sowie den unterschiedlichen, vorgeschriebenen Alarm- und Warnsignalen der jeweiligen Geräte zusammen. Die vorgeschriebenen akustischen Signale sind wichtige Absicherungsmaßnahmen für das medizinische Personal und den Patienten. In einem medizinischen Gerätepark signalisieren, warnen oder alarmieren akustische Zeichen verschiedene Veränderungen des Patientenzustandes wie beispielsweise den Herz-Lungenzustand oder dienen zur Kontrolle der kontinuierlichen Zufuhr von Flüssigkeiten oder Medikamenten. In den Situationen visueller und haptischer Auslastung wird der Hörkanal vom medizinischen Personal zur zusätzlichen Patientenbeobachtung genutzt und unterstützt die multimodale Interaktion und erleichtert dadurch Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse.

Unsere Sound-Design-Expertise im Medizintechnik-Sektor erstreckt sich von Endoprothetik (Robotik & Navigation), über Diagnostik (z.B. Blutanalyse), HF- oder Katarakt-Chirurgie bis hin zur Zahnprothetik. In interdisziplinären Designteams eruieren wir normgerechte Audio-Design-Ansätze in den unterschiedlichsten Medizin-Fachgebieten. Ein globales Netzwerk an international renommierten Fachärzten gewährleisten einen reliablen Entwicklungsprozess – von Kontextanalyse bis hin zur klinischen Evaluation.

Empirische Wirkungsstudien

Aus Patientensicht irritieren die Töne so oft mehr, als es den Geräteherstellern bewusst ist. Eine durchdringende Klanggestalt kann beispielsweise kontraproduktive Einflüsse auf eine Untersuchung ausüben und im schlimmsten Fall dem Patienten in einer harmlosen Situation das Gefühl einer kritischen vermitteln. Dies hängt einerseits mit den technischen Auswahlkriterien zusammen und andererseits auch mit den angewendeten Audio-Design-Ansätzen.

Empirische Untersuchungen belegen z.B. negative Einflüsse konventioneller Geräteklänge auf das Personalverhalten (Reaktionszeiten Minderungen etc.) (Meredith 1995; Sanderson 2006).

Weiterführende Fachbeiträge

Hirt, R. (2011): Krankenhaus Technik + Management »Wie auditive Reize den Krankenhausalltag beeinflussen«

Hirt, R. (2011): »Es piept - Audio-Design medizintechnischer Produkte« in DeviceMed, Mai 2011

Hirt, R. (2011): »Audiodesign in der Medizin. Funktionale Klänge sinnvoll nutzen« in Dtsch Arztebl 2011; 108(14): A-786

Blogbeiträge im http://www.medicaldesignblog.com/

Quellen

Meredith, C. (1995): Are there too many alarms in the intensiv Care unit? In: Journal of Advanced Nursing. 21, 15–20.

Sanderson, P.M.; Wee, A.; Lacherez, P. (2006): Learnability and discriminability of melodic medical equipment alarms. In: Anaesthesia, 61(2), 142-147.

Sprechen Sie uns gerne an für weiterführende Informationen.

Ihr Ansprechpartner: Rainer Hirt

Telefon +49 (0) 75 31 36 38 524

E-Mail: rhirt@audity-agentur.com

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